Meine Weingeschichte

 

Im Jahr 1984 – das Jahr des Weinskandals in Österreich – wurde ich das erste Mal mit der Frage konfrontiert, ob Wein aus dem damals legendären „Doppler“ anders schmeckt, als ein „Achterl“ aus der Bouteille.


Seit dieser Zeit hat mich der Wein nicht mehr losgelassen.


Bei jeder Reise, bei jedem Restaurantbesuch, überall wo Wein in der Nähe war, habe ich versucht, mein Wissen über Wein darzulegen und zu erweitern. Viele Gespräche mit Winzern in Österreich, ob Kollwentz, Bründlmayer, Polz und Tement und vielen anderen, haben mich zunächst erkennen lassen, dass der österreichische Wein nicht nur gut schmeckt, sondern auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.

Daraus entstand schon die nächste Frage:

 

„Warum kostet eine Flasche Wein z.B. aus dem Bordeaux das Vielfache einer Flasche Cabernet Sauvignon aus dem Burgenland?“


Die Antwort darauf war nicht ganz einfach zu finden denn plötzlich diskutierte ich mit Experten, deren Geschmack sich nach dem Aussehen der Etikette auf der Weinflasche veränderte. War’s ein Franzose, musste es schon ein “Grand Cru“ sein um zu bestehen, war’s ein Italiener, dann sollte es wohl doch ein “Barolo“ sein, oder doch einer aus dem „Napa Valley“ bei diesem Wein waren sich die Experten nicht ganz sicher. Aber eines wurde bald klar und von den Experten bestätigt: „ein Wein mit dieser Herkunft muss teuer sein!“

Das gefiel mir nicht, denn ich dachte, der Preis eines Weines kann sich doch wohl nicht aus dem Geschmack der vielen Weinexperten ableiten lassen, denn

„Geschmäcker und Ohrfeigen“ sind verschieden, daher ist der Geschmack wohl kein besonderes Preisfindungsinstrument.


Das war eine schwere Zeit für mich, denn mir wurde schnell erklärt, dass ich doch ein „Betriebswirtschaftler“ sei und vom Wein rein gar nichts verstehe, hier gelten andere Gesetze. Meine bekannt unangenehme Hartnäckigkeit ließ mich aber auch in dieser Frage nicht aufgeben und führte mich zu einem kleinen, aber feinen Weinproduzenten in Apetlon im Burgenland, zu Emmerich Tschida und seiner Familie. Nach einigen wenigen Gesprächen, man könnte diese auch als „Aufwärmrunden“ bezeichnen, waren wir bald beim Thema und bei einer weiteren Frage:


„Nur wenige Weinbauern können mit dem Weinbau Geld verdienen, wieso das?“


Nun war ich in meinem Element, Marketingtheorien wurden auf den Tisch gelegt, Erfolge und Misserfolge bekannter Winzer diskutiert, mit fortschreitendem Weinkonsum stieg meine Bereitschaft, den Beweis anzutreten, dass teure Weine um nichts besser schmecken als Weine von Emmerich Tschida, sie haben bloß eine Eigenschaft, sie sind wesentlich teurer, der Geschmack wird weiterhin subjektiv beurteilt aber der Preis beträgt ein Vielfaches!


Das war im Jahr 2008, ich wollte den Beweis antreten, dass es auch anders geht!


„Vinomotion“ wurde gegründet, ein Weingarten bewirtschaftet, die ersten Flaschen gefüllt und verkauft. Schnell eröffnete sich ein bunter Anblick des Weinmarktes für mich, die Bürokratie musste bewältigt werden und vieles andere mehr. Anerkennung, Zweifel, Verständnis, Erbarmen und ähnliche Gefühlsregungen konnte ich aufnehmen, aber diese Empfindung gab mir Mut:


Der Wein von Vinomotion konnte im Geschmack ähnlich bestehen wie andere Weine auch“


Dies bestätigte letztendlich mein Vision, die wie folgt lautet:


Guter Wein muss nicht teuer sein“


Wie der Name „Vinomotion“ zum Ausdruck bringen soll, will ich etwas bewegen, für alle Menschen, welche gerne ein Glas oder ein Flasche Wein oder Frizzante oder ähnliche Getränke trinken.


Willkommen bei Vinomotion!